308 Mio. Lohnnebenkosten-Senkung bei Kammerumlage II

Grüne Initiative zur Abschaffung der WKO-Umlage heute im Nationalrat

Fast eine Milliarde Euro Umsatz macht die Wirtschaftskammer in Summe pro Jahr – ein Großteil stammt aus den von allen UnternehmerInnen eingehobenen Umlagen“, sagt Matthias Köchl, Sprecher für Selbstständige der Grünen.

„Alleine die Kammerumlage II macht 308 Millionen Euro pro Jahr aus -sie berechnet sich aus den Lohnsummen und stellt damit einen erheblichen Bestandteil der hohen österreichischen Lohnnebenkosten dar“, rechnet Köchl vor. „Eigentlich wurde die Kammerumlage II in den 70ern als temporäres Provisorium eingeführt – 40 Jahre später belastet sie österreichische Unternehmen noch immer“, sagt Köchl. Dass man einen über Jahre aufgeblähten Apparat nicht von heute auf morgen abschaffen kann, ist für Köchl klar: „Wir fordern im Konkreten eine Abschaffung über die nächsten Jahre hinweg – in einem ersten Schritt sollte die Kammerumlage II zumindest um 0,07 % abgesenkt werden. Das wäre eine Entlastung von etwa 74 Mio. Euro pro Jahr. So kann die Schrumpfkur der Wirtschaftskammer auch sozial verträglich und schrittweise durchgeführt werden.

Das Einsparungspotential bei der Wirtschaftskammer liegt für Köchl auf der Hand: „Die 10-fache Struktur durch 9 Landes- und eine Bundesorganisation mit einer unüberschaubaren Anzahl an länder- und branchenspezifischen Umlagen hat sich selbst überlebt und muss im Sinne der UnternehmerInnen weichen. Neben der Streichung der Kammerumlage II ist die Grundumlage mit 100.- pro Kopf und Jahr zu deckeln. Damit profitieren auch Ein-Personen-Unternehmen und innovative Startups“, stellt Köchl klar.